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Die Altstadt

 

Der älteste der 104 Stadtteile Hamburgs ist natürlich die Altstadt. 
Anfang des 9. Jahrhunderts plante Karl der Große eine Ringwallanlage zu bauen als Basis im Kampf gegen die Heiden im Norden. Doch bevor er seinen Plan in die Tat umsetzen konnte starb er und so fiel seinem Sohn Ludwig dem Frommen diese Aufgabe zu. 810 nach Christus ließ dieser eine Burg errichten, die auf Grund ihrer Nähe zum Wasser (Hamme = bewaldetes Hochufer)  Hammaburg genannt wurde. Ludwig entschied die Hammaburg zum Sitz seines Bistums zu machen.
Wo heute die Hauptkirche St. Petri steht, entstand damals der Dom, die erste Kirche Hamburgs, gegründet von Bischof Ansgar
Die Kirchen sind auch heute noch ein wichtiger Bestandteil der Altstadt. Außer von den vier Hauptkirchen St. Petri, St. Katharinen, St. Jakobi und St. Nikolai, wird das Image der Altstadt von der Speicherstadt, dem Rathaus, der Börse und den großen Geschäftsstraßen geprägt.
Die Altstadt, die mitten im Hamburger Zentrum liegt, hat 1774 Einwohner. So gibt es hier nicht nur gewerblich genutzte Gebäude, sondern auch eine fast normale Wohnstruktur, was die Altstadt auch an Wochenenden und anderen „Ruhetagen“ ein wenig lebendig erscheinen lässt.

 

Historische Straßen, Brücken und Brunnen in der Hamburger Altstadt

 

Cremon [1],  wie die Straße zwischen Nikolai- und Katharinen Fleet in der Altstadt, hieß früher die Marschinsel zwischen der Alster und dem Binnenhafen, die seit 1188 von den Siedlern der Neustadt als Weideland genutzt wurde.
Hier gab es Speicher und Wohnhäuser, die je eine Straßen- und eine Wasserfront hatten wodurch der Warentransport stark erleichtert wurde. 
Die ältesten Speicherbauten Hamburgs stehen noch heute hier.

Die alten Speicher   Die "Luke" in den Speicher   Hier brach der große Brand 1842 aus   Durchgang zum Fleet

Die alten Speicherbauten in der Straße Cremon und die Deichstraße mit der Hausnummer 42 und den neuen Restaurants. Hier sieht man einen typischen Durchgang zum Fleet. 

[1] Cremun - wahrscheinlich gab einer der Grundeigentümer, Gottschalk de Cremun, der Insel den Namen

Deichstraße
In der historischen Deichstraße am Nikolaifleet sieht man noch einen Rest vom schönen alten Hamburg. Hier stehen einige gut erhaltene Bürgerhäuser in unterschiedlichem Baustil  - ein schönes Beispiel ist das mit neugotischen und Frührenaissance Elementen dekorierte Haus Nr. 19.
Eine Gedenktafel im Eingang des Hauses Deichstraße Nr. 42 (heute Haus Nr. 25) erinnert daran, dass hier 1842 der "Große Brand" ausbrach, dem ein Drittel der Stadt zum Opfer fiel.
Sehenswert sind die schmalen Durchgänge zwischen den Häusern, die zu den Fleeten führen, und auch die alten Gebäude, in denen heute "charakteristische" Hamburger Restaurants zu finden sind.

Reimerstwiete Nr. 17 - 21 
Die kleinen Fachwerkspeicher aus dem 18. Jahrhunderts, die liebevoll restauriert wurden, bestimmen hier das Bild der engen Twiete. Diese engen Twieten (Gassen) bildeten eine Verbindung zwischen zwei Hauptstraßen auf der Cremon Insel. 

Reimerstwiete - Durchgang zum Fleet    Die restaurierten Fachwerkspeicher   Reimerstwiete 17 bis 21

Die Reimerstwiete mit den restaurierten Fachwerkspeichern, ganz typisch der Durchgang zum Fleet

Trostbrücke
Die kleine, aber für die Hamburger Stadtgeschichte sehr bedeutende Brücke, die das Nikolaifleet überspannt, wurde schon 1266 urkundlich im Stadtbuch erwähnt. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum großen Brand von 1842 war die Trostbrücke das Zentrum des alten Hamburgs. Angeblich kommt ihr Name daher, dass im Rathaus verurteilte Verbrecher auf der Brücke einen letzten Trost und Segen bekamen.
Die heutige Bogenbrücke von 1881 wird eingerahmt von den Plastiken von Bischof Ansgar und Graf Adolf III. von Schauenburg, der 1188 die Neustadt gründete. 

   Das Laeisz Gebäude - Ferdinand Laeisz-Gründer der Reederei Laeisz   Die Trostbrücke   Das Globus Haus  

Bischof Ansgar Plastik, Laeisz Gebäude, die Trostbrücke, Globushaus, Graf Adolf von Schauenburg Plastik

Zollenbrücke
Hamburgs älteste erhaltene Steinbrücke wurde 1633 aus Sandsteinen gebaut. Sie steht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Trostbrücke und den Laeisz- und Globushöfen. Leider wurde das Gröninger Fleet, das früher von der Zollenbrücke überspannte wurde, 1946 zugeschüttet.
Früher stand hier das Zollhaus des Grafen von Holstein, welches der Brücke den Namen gab. Die historische Brücke  wird hier nur noch aus nostalgischen Gründen erhalten.

Die Zollenbrücke    Die Zollenbrücke aus einer besonderen Perspektive

Die Zollenbrücke und die selbe Brücke aus "Vogelperspektive"

Hygieia-Brunnen im Rathaus-Innenhof
Schon die Außenfassade des Rathauses ist sehenswert, der Innenhof ist eine Freude für den Betrachter, der vielleicht gerade jetzt eine Pause bei seinem Bummel durch die Altstadt einlegen will. Ein dreischaliger Brunnen mit Bronzefiguren und einer Statue, welche die Gesundheitsgöttin Hygieia darstellt, bildet den Mittelpunkt des hübschen Plätzchens. 
Baumeister Martin Haller und Bildhauer Joseph von Cramer gestalteten die Göttin der Gesundheit aus aktuellem Anlass für den Innenhof des Rathauses - die Cholera Epidemie von 1892, die mehr als 8000 Todesopfer forderte, war gerade besiegt worden, weil man die hygienischen Verhältnisse verbessert hatte, in dem man z. B. auch die Trinkwasserversorgung modernisierte. Nun steht hier die alles überragende Hygieia als Symbol für Gesundheit.

        Im Rathaus Innenhof   

Hygieia Statue, der dreischalige Brunnen, im Rathaus Innenhof, die Börse am Rathaus Innenhof

Man erreicht den Rathaus-Innenhof über die Große Johannisstraße und durch die öffentlich zugängliche Rathausdiele.

 

Die Börse

Eines der schönsten Gebäude Hamburgs, gelegen in der Altstadt am Adolphsplatz, wurde  Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil des Spätklassizismus erbaut. Die Börse ist Sitz der Handelskammer Hamburg und eine der wichtigsten Adressen in Hamburg. 

Hamburgs Hauptkirchen

Letzte Änderung 06.05.2009 - optimiert für 1024 x768 pixel - © Rosemarie Steinhäuser

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