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Die Elbvororte

Bei den hier beschriebenen Orten handelt es sich mit Ausnahme von Wedel und dem Alten Land, eigentlich nicht um Vororte, sondern um Hamburger Stadtteile an der Elbe.

Die ca. 8-9 km lange Elbchaussee, die als eine der schönsten Straßen Europas gilt, führt uns entlang dem hochgelegenen Elbufer in den Westen von Hamburg. Von hier aus gelangt man in die Elbvororte. 
In früheren Zeiten war dieses das Gebiet, in dem wohlhabende Hamburger die Sommerferien verbrachten, was auch heute noch unschwer an den schön gelegenen Landhäusern zu erkennen ist. Auf der linken Seite der Elbchaussee sieht man im Hintergrund der großen Gärten mit den schönen Villen die Elbe und das gegenüberliegende Ufer.

 

Jenisch Park und Jenisch Haus
In dem Hamburger Stadtteil Klein Flottbek, am Rande der Elbchaussee bei Teufelsbrück, liegt der älteste Park Hamburgs. Er ist noch immer einer der schönsten Landschaftsparks an der Elbe. Die Kleine Flottbek, ein Bach von dem der Stadtteil seinen Namen hat, durchfließt den ca. 45 ha großen Jenisch Park, der ursprünglich von Baron Caspar Voght als bäuerliche Farm entworfen worden war. Baron Voght hatte um 1820, inspiriert durch seine Reisen auf die britischen Inseln, ein Mustergut nach englischem Vorbild angelegt, das 1828 an seinen Freund, den Hamburger Bausenator Martin Johann Jenisch verkauft wurde. 

Für die Familie Jenisch wurde der Park von dem Gartenarchitekten Johann Heinrich Ohlendorff nach und nach neu getaltet, doch Baron Voghts Kreationen blieben größtenteils erhalten.


    Jenisch Haus  Jenisch Park im Herbst - Foto © www.stero.de 

  Jenisch-Haus, Jenisch-Park im Herbst und Ernst Barlach-Haus

 

Das Jenisch Haus, ist heute eine Außenstelle des Altonaer Museums. Es wurde 1834 nach Entwürfen der Architekten Franz Joachim Forsman und Karl Friedrich Schinkel für Senator Jenisch im klassizistischen Stil gebaut. Das großbürgerliche Wohnhaus, von dem aus wir einen weiten Ausblick durch das Flottbektal bis hinunter zur Elbe haben, zeigt ein Beispiel Hanseatischer Wohnkultur des vorletzten Jahrhunderts. Der ehemalige Landsitz von Martin Johann Jenisch befindet sich seit 1927 im öffentlichen Besitz und ist nach Behebung der durch den Krieg entstandenen Schäden seit 1955 der Öffentlichkeit zugänglich.
In der Nähe des Jenisch-Hauses liegt ganz versteckt im gleichnamigen Park das Ernst Barlach Haus, das in seinen Räumen eine großartige Sammlung von Plastiken, Holzskulpturen und Zeichnungen des Bildhauers Ernst Barlach beherbergt.

Blankenese

Fahren wir auf der Elbchaussee einige Kilometer weiter, kommen wir nach Blankenese. Dieser, in einem steilen Gelände direkt an der Elbe gelegene Stadtteil war früher ein Fischer- und Lotsendorf. Hier bauten Fischer, Lotsen und Kapitäne ihre kleinen Häuser direkt an den Hang. Viele der weißen reetgedeckten Häuschen sind heute noch erhalten und es sind neue hinzu gekommen. Sie ziehen sich den Steilhang vom Elbstrand hinauf und geben dem Stadtteil eine idyllische, fast mediterrane Ausstrahlung. Die 58 Treppen mit insgesamt 4864 Stufen (irgend jemand hat sie gezählt) gaben dem Viertel seinen Namen.
Wir sind hier im Treppenviertel und sollten unbedingt eine der Treppen hinaufsteigen. Von hier aus kann man die Häuser mit ihren hübschen kleinen Gärten, die nur zu Fuß zu erreichen sind, bewundern und hat einen großartigen Ausblick auf die Elbe, die am Fuß des Steilhanges vorüberfließt. 
Weiter oben, im neueren Teil von Blankenese, errichteten später reiche Kaufleute und Reeder ihre großzügigen Landhäuser und Villen. Heute sind viele der großen Anwesen  öffentliche Parks und für Besucher zugänglich.

 

Die Treppe führt hinunter zum Strand   Die Häuser am Hang im Treppenviertel

Im Treppenviertel stehen in hübschem Durcheinander

 kleine Fischerhäuschen, Jugendstilvillen und große Landhäuser

 

Wedel

Weiter in Richtung Westen bereits in Schleswig Holstein, liegt Wedel. Dort, an der Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft werden wir Zeuge einer einmaligen Zeremonie - hier werden die ein- und auslaufenden Schiffe jedes mit der Nationalhymne seines Heimatlandes begrüßt bzw. verabschiedet.

 

Finkenwerder (plattdeutsch: finkwarder oder finkenwarder - wörtlich "Finkeninsel")

Eigentlich ist der Hamburger Stadtteil Finkenwerder eine Insel, doch nach der schweren Sturmflut im Februar 1962 wurden im Westen wie auch im Osten der Insel Deiche gebaut die Verbindungen zum Festland geschaffen haben, weshalb Finkenwerder heute faktisch eine Halbinsel ist. 
Es gibt verschiedene Möglichkeiten auf die ehemalige Fischerinsel zu gelangen, doch die Fahrt mit der HADAG- Fähre (Linie 62) die von den St. Pauli Landungsbrücken (Brücke 3) zu der Hamburger Insel startet, ist sicher die schönste.
Diese kleine Kreuzfahrt führt uns durch den Hamburger Hafen vorbei an der Werft Blohm und Voss zum Anleger am St. Pauli Fischmarkt. Anschließend halten wir am Schiffsanleger Neumühlen, passieren den Museumshafen Neumühlen und den Elbstrand Oevelgönne. Wir nehmen Kurs aufs andere Elbufer zum Anleger Bubendeyufer (hier liegt die Lotsenstation Bubendeyufer). Schließlich erreichen wir den Anleger Finkenwerder.


Die Fähre am Finkenwerder Anleger         

Am Finkenwerder Anleger - Airbusfeier 2005 - A380 Flug über das Werftgelände 

Fotos vom Airbus Gelände und A380: Werner Landt www.leo-land.de


Ein Besuch in diesem Stadtteil auf der Südseite der Unterelbe lohnt sich nicht nur für diejenigen, die sich für den Flugzeugbau interessieren, denn außer der
Airbus Werft wird dem Besucher noch mehr geboten: Da sind z. B. die Gorch-Fock-Halle, die nicht nur als Sporthalle dient sondern mit einer Bühne für Veranstaltungen und einer öffentlichen Bücherhalle ausgestattet ist. Sehenswert sind auf alle Fälle der historische Kutterhafen und der Gorch-Fock-Park. Außerdem wurde auf dem Geländer der ehemaligen Deutschen Werft der Rüschpark, ein attraktives Naherholungsgebiet, angelegt. Im Südwesten des Stadtteils gibt es zwei Naturschutzgebiete (NSG Finkenwerder Süderelbe und NSG Westerweiden).

Nach einem ausgiebigen Fischessen (z. B. Finkenwerder Kutterscholle) in einem der urgemütlichen Restaurants machen wir einen Spaziergang durch den historischen Ortskern in dem die kleinen Häuschen dicht aneinandergeschmiegt nur durch enge Gänge voneinander getrennt liegen. Auf dem Weg zur Fähre, die uns zum Hamburger Hafen zurückbringen wird, nutzen wir die Gelegenheit die historischen Schiffe im alten Kutterhafen zu bewundern.

 

Links zu Finkenwerder Webseiten:

Von den St. Pauli Landungsbrücken nach Finkenwerder - Hafenfähren – Linien- und Anlegeplan

Cafe und Restaurant - Finkenwerder Landungsbrücke 

Der Heimatdichter Johann Wilhelm Kinau, bekannt unter dem Namen Gorch Fock, wurde auf Finkenwerder geboren.

Die männlichen Mitglieder der Folkloregruppe Finkwarder Speeldeel tragen zu ihrer Tracht das Finkenwerder Fischerhemd.

Hier kann man Finkenwerder Fischerhemden online kaufen: www.finkenwerder24.de 

 

Das Alte Land

Was die Vier- und Marschlande für den Gemüseanbau bedeuten, ist das Alte Land für den Obstanbau Deutschland größtes Obstanbaugebiet liegt am Unterlauf der Elbe zwischen Hamburg und Cuxhaven.

 

Bergedorf

Bergedorf, der südöstlich der Stadt gelegene Bezirk ist mit 118 414 Einwohnern und einer Grundfläche von ca. 154,8 km² einer der größten Hamburgs. (Quelle Statistikamt Nord)

Im Kern des Bezirks Bergedorf liegen die beiden Hamburger Stadtteile Bergedorf und Lohbrügge. Durch das Zentrum des Stadtteils Bergedorf fließt die Bille, die hier in Hamburg in die Elbe mündet.  In Bergedorf steht das einzige Schloss der Hansestadt. Es ist umgeben von einem herrlichen Schlosspark der gute Wandermöglichkeiten bietet. 

Schloss Bergedorf (Museum)

 

Vier- und Marschlande  

Die Vier- und Marschlande sind durch Landwirtschaft, Gartenbau und nicht zuletzt durch ihre ausgezeichnete Gastronomie weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt. 

 

 Die Walddörfer

Letzte Änderung 14.11.2009 - optimiert für 1024 x768 pixel - © Rosemarie Steinhäuser

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