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Die Hamburger Walddörfer 

 

Die Walddörfer im Nordosten von Hamburg gehörten lange Zeit zu Preußen bevor sie zu Hamburg kamen. Aus Volksdorf, Wohldorf/Ohlstedt, die schon im 15. Jahrhundert eingemeindet worden waren, und Bergstedt, Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt, die vorher zu Schleswig Holstein gehörten, wurden 1937 die Walddörfer. Diese Stadtteile, sind heute ein beliebtes Ausflugziel der Hamburger. 
Große Waldstücke und private Grundstücke mit schönen Villen, gelegen in Straßen mit altem Baumbestand und kleine Siedlungen mit hübschen Gärten prägen hier das Bild. Obwohl in den letzten Jahren die Bebauung der Walddörfer zugenommen hat, haben diese nichts von ihrem besonderen Charme verloren.  

 

Der Wald in Hamburg Forst Hamburg 

Zu den Hamburger Forstrevieren

Alles über Hamburgs Forstprodukte

 

Volksdorf

Volksdorf mit knapp 20 000 Einwohnern, bildet den Kern der Walddörfer. Die U-Bahn, die alle 5-10 Minuten in die Innenstadt und in entgegengesetzte Richtung weiter in die Walddörfer fährt, Ortsamt Einkaufszentrum, Postamt, Wochenmarkt und etliche Einzelhandelsgeschäfte, Schulen, Hallenbad, Freibad im Wald, Kino und Kneipen bieten die Annehmlichkeiten, die komfortables Wohnen ausmachen. 

 

  Ortsamt Walddörfer    Polizeiaußenstelle Volksdorf - © K.Steinhäuser     Historische Dorfschmiede im Museumsdorf - © K. Steinhäuser    Spiekerhus im Museumsdorf - © K. Steinhäuser

 Ehemaliges Ortsamt Walddörfer und die Polizeiaußenstelle, historische Dorfschmiede und Spiekerhus

 

Das Ortsamt Walddörfer, jetzt Kundenzentrum Walddörfer, ist umgezogen, ebenso die Polizeiaußenstelle Volksdorf. Beide Dienststellen befindet sich jetzt in der Farmsener Landstraße 202, 22359 Hamburg

Der Wald in Volksdorf, der in den letzten Jahren sehr gewachsen ist, gehört zu den ältesten in Hamburg, er ist eines der Reviere in Hamburg mit den höchsten Besucherzahlen. 
Das Einkaufszentrum und der Volksdorfer Wochenmarkt werden von den Bewohnern der gesamten Walddörfer nicht nur zum Einkaufen genutzt, dort trifft man sich auch zum Bummeln, oder besucht eines der vielen Restaurants.

 

Auf dem Volksdorfer Wochenmarkt           Einkaufzentrum "Weiße Rose"  

Volksdorfer Wochenmarkt  - Einkaufszentrum Weiße Rose

 

Ein bei den Hamburgern sehr beliebtes Ausflugziel liegt in den Walddörfern. Im Volksdorfer Museumsdorf, einer 14 000 qm großen Anlage können Besucher sich ein Bild machen vom Leben und Arbeiten unserer Vorfahren. Sieben Fachwerkhäuser liegen inmitten schön gestalteter Außenanlagen mit Gehegen für Schafe, Schweine, Hühner, Ziegen und Enten.
Das gesamte Museumsdorf steht unter Denkmalschutz und wird von dem Verein „De Spieker“ liebevoll gepflegt. 

Mehr  Infos und Veranstaltungstermine auf www.museumsdorf-volksdorf.de

 

Restaurants im Museumsdorf: Dorfkrug Volksdorf - Die Kneipe im historischen Schulgebäude - Eulenkrug und das Wiener Kaffeehaus in unmittelbarer Nähe zum Museumsdorf

 

Mehr Volksdorf Links

Das neue Einkaufzentrum in Volksdorf - Eulenkrugpassage 

Kino in Volksdorf - Kino Koralle

Kulturkreis Walddörfer - ein eingetragener Verein der 1978 gegründet wurde 
www.kulturkalendervolksdorf.de

Adressen aller Schulen in Volksdorf

Das Freibad im Wald - HFK Sommerbad Volksdorf
Gärtnerei des Jahres 2005:
Die Gärtnerei Piepereit in Volksdorf

Das Hallenbad in Volksdorf - Bäderland Hamburg - Seit dem 22.02.2008, bietet das Schwimmbad in Volksdorf ein ganzjährig geöffnetes 25-m Außenbecken.

 

Bergstedt

Stille Wege durch blühende Felder, aber auch lärmende Verkehrskreuzungen, die schöne mittelalterliche Dorfkirche, Wald und das Quellental am oberen Alsterlauf, vier uralte Bauernhöfe, von denen heute noch einer bewirtschaftet wird, eine historische Mühle mit Restaurant, kleine Bäche und ruhige Wohnstraßen - das alles ist Bergstedt.

 

 Berstedter Kirche im Sommer   Kirche im Herbst   und im Winter - © K. Steinhäuser

Die Bergstedter Kirche

 

Die Bergstedter Kirche, wurde im 13. Jahrhundert aus Feldsteinen und  Haussteinen erbaut. Sie ist nicht nur bei Brautleuten sehr populär, auch die Bergstedter Schulanfänger werden hier an ihrem ersten Schultag willkommen geheißen und feierlich in ihren neuen Lebensabschnitt geführt. Die Popularität der Kirche erklärt sich außer durch ihren wunderhübschen Innenraum auch dadurch, dass sie als Hamburgs einzige Kirche ohne elektrisches Licht, nur durch Kerzen beleuchtet, auf jeden Besucher einen besonderen Reiz ausübt. 

Eine Besichtigung dieser romantischen Kirche, vielleicht während eines Ausflugs in die Walddörfer, ist sehr zu empfehlen. - Kontaktadressen im Kirchenbüro

 

"Urlaub in Hamburg" ...

so heißt eine Sendereihe des NDR 90,3 - hier werden Hamburgs schönste Urlaubsorte vorgestellt. Während eines Spazierganges im Naturschutzgebiet Rodenbeker Quellental hatte ich Gelegenheit der NDR Reporterin Petra Volquardsen diesen wunderschönen Märchenwald zu zeigen. Das nur 47 ha. große Laubmischwaldgebiet am Oberlauf der Alster, das seinen Namen dem kleinen Bach "Rodenbek" verdankt, liegt in Bergstedt ganz versteckt am Ende der Rodenbeker Straße . Einige der Waldflächen sind 200 bis 300 Jahre alt. Hier wachsen u. a. Buchen, Eichen, Birken und Erlen. Im Frühjahr wird der Waldboden von unzähligen Buschwindröschen und Veilchen bedeckt. 

 

           

Am Rodenbeker Teich - im Rodenbeker Quellental - zum Quellenhof - das Restaurant 


Das im Laufe der späten Weichsel-Eiszeit durch abfließendes Schmelzwasser entstandene Rodenbeker Quellental wird von drei in ost-westlicher Richtung verlaufenden Bächen (Rodenbek, Bredenbek, Lottbek) und zahlreichen Quellen durchzogen. Die in früherer Zeit begradigte Rodenbek wurde in ihr altes Flussbett zurückverlegt und bietet heute wieder Lebensraum für viele verschiedene Fischarten.
Da das hiesige Alsterufer und auch der Mühlenteich besondere Schutzzonen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten sind, liegt der Alsterwanderweg, der westlich des Naturschutzgebietes verläuft, hier etwas abseits vom Gewässer. 
Ornithologen haben 38 verschiedene Vogelarten erfasst – die häufigsten unter ihnen sind Rotkehlchen und Zaunkönige. Auch der inzwischen sehr selten gewordene Eisvogel findet in diesem Gebiet noch eine Zufluchtsstätte. Im Norden des Naturschutzgebietes, an den ehemaligen Fischteichen finden Graureiher und Wasserfledermäuse reichlich Nahrung. Sie besuchen diese Wasserstelle regelmäßig.


Hier, im noch städtischen Raum, befindet sich ein kleines Paradies für Wanderer, Spaziergänger und Radler. Und wer am Ende eines langen Ausfluges die Ruhe und Schönheit der Umgebung noch eine Weile genießen möchte, kann im Gasthaus Quellenhof, einem um 1800 erbauten Reetdachhaus am Rande des Naturschutzgebietes, den Tag  ausklingen lassen.

 

Restaurant am Alsterlauf in Bergstedt - Gasthaus Quellenhof

Das Rodenbeker Quellental ist Teil des Forstreviers Wohldorf

Die  Bergstedter Kirche und ihre Geschichte 

Restaurants in Bergstedt - Alte Mühle

 

Wohldorf/Ohlstedt

Der Wohldorfer Wald - das sind über 135 ha ausgedehnte Flächen mit alten Buchen  und Eichen, z.T. über 200 Jahre alt. Viele kleine Bäche schlängeln sich durch die natürliche Wildnis des Waldes. Der Wohldorfer Wald, der schon 1770 als Hamburger Erholungsgebiet galt, ist eines der ältesten Forstreviere der Hansestadt. Ein Wegenetz von ca. 35 km Länge macht das Revier zum beliebten Gebiet für Wanderer, die eine größere Tour planen. Im südlichen Waldteil befindet sich ein Erholungsplatz mit Spiel- und Turngeräten für Kinder. Restaurants findet man in unmittelbarer Nähe des Wohldorfer Waldes. 

 

Das ehemalige Herrenhaus in Wohldorf           

Wohldorfer Herrenhaus  -  Wohldorfer Wald  - Spaziergang rund um den  Wohldorfer Mühlenteich

 

 Das ehemalige Herrenhaus in Wohldorf steht auf der früheren Burginsel. Hier war 400 Jahre lang der Sitz der herrschenden Hamburger Senatoren. Heute ist das "Herrenhaus" in Privatbesitz.


Ohlstedt ist ein Stadtteil, der wie auch die anderen Walddörfer mitten in der Natur liegt und auch heute noch eine verträumtes Plätzchen ist. Das Zentrum um das Rathaus am Ohlstedter U-Bahnhof liegt nur 20 Minuten Fußweg, getrennt durch den Wohldorfer Wald, vom Herrenhaus und Gut Wohldorf entfernt. Die beiden Ortschaften Wohldorf und Ohlstedt sind seit dem späten 19. Jahrhundert eine Gemeinde.

 

Das Restaurant Die Mühle (Wohldorfer Mühle) liegt in Wohldorf am Duvenstedter Brook 
Restaurant und Hotel in Ohlstedt
-
Landhaus Ohlstedt

 

Duvenstedt

 Im nördlichsten Zipfel von Hamburg liegt eines der größten Naturschutzgebiete der Stadt - der Duvenstedter Brook. Wälder, Moore, Heideflächen, Wiesen und Sümpfe, Schilfdickichte und Tümpel geben der typischen Moorlandschaft einen urwüchsigen Charakter. Die charakteristischen Feuchtflächen des Brooks bieten der dort lebenden Kranichkolonie ideale Lebensbedingungen. 

Hier, wo es reichlich Futter für die Tiere gibt, fühlen sich auch Rehe, Wildschweine, Damwild und Rotwild zuhause.

 

Wild im Duvenstedter Brook  - Foto BWA      Im Naturschutzgebiet "Duvenstedter Brook"      Das "Gasthaus Offen" in Lemsahl 

Kahlwild und Sumpf im Duvenstedter Brook  - Gasthaus Offen in Lemsahl

Das Foto "Kahlwild" benutze ich mit freundlicher Genehmigung der BWA Hamburg

 

 

Lemsahl-Mellingstedt

Noch vor 100 Jahren waren Lemsahl und Mellingstedt zwei kleine Dörfer, an der Straße zwischen Poppenbüttel und Duvenstedt gelegen. Da in der Lemsahler Landstraße der Frachtverkehr mit Pferdewagen durchgeführt wurde und häufiges Ausspannen wegen der schwerbefahrbaren Straße nötig war, gab es dort mehre Gasthöfe. Es existieren heute noch drei dieser alten Gasthöfe, die aber teilweise neu errichtet wurden, oder auch anderweitig genutzt werden. Das "Ole Hus" zum Beispiel, das bis vor wenigen Jahren  Gastwirtschaft war, beherbergt heute ein Fischrestaurant. Der Gasthof Pfefferkrug[1] ist der älteste Gasthof in Lemsahl /Mellingstedt. Früher lautete der offizielle Name des Hauses "Unter den Linden". Von den zehn Linden, die damals dort standen, gibt es heute immerhin noch acht Exemplare. Auch das jetzt 225 Jahre alte Lemsahler Schulhaus existiert noch. 476 Schüler besuchen zur Zeit diese Schule, die eine der größten Grundschulen Hamburgs ist. 

Obwohl man teilweise schon moderne Wohn- und Geschäftshäuser sieht und die Bevölkerungszahl sich in den Jahren zwischen 1990 und 2003 fast verdoppelt.

 

Lemsahl Links: Das Lemsahler Schulhaus - Ristorante Toscanello - Heimatbund Lemsahl Mellingstedt  

 

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[1] „Pfefferkrug“, die frühere Raststation zwischen Hamburg und Dänemark hat einen neuen Pächter – Im Toscanello werden auch Toskanische Spezialitäten serviert. Toscanello - Lemsahler Landstraße 118, 22397 Hamburg, Telefon 040 / 25 48 63 04  

 

 

Hagenbecks Tierpark

 

Letzte Änderung 25.02.2010 - optimiert für 1024 x768 pixel - © Rosemarie Steinhäuser

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